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Prozess

Zwölfeinhalb Jahre Haft für Kindstötung in Vaihingen

Heilbronn/Vaihingen. Weil er seine beiden kleinen Söhne getötet hat, ist ein 40-Jähriger gestern zu einer Freiheitsstrafe von zwölfeinhalb Jahren wegen Totschlags verurteilt worden. Der laut einem Gutachten unter einer schwersten Depression leidende Mann, der zuletzt in Vaihingen lebte, soll zudem in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen und therapiert werden, entschied das Landgericht Heilbronn nach zehn Verhandlungstagen.

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Das Urteil gegen den 40 Jahre alten Angeklagten wurde von einem großen Medieninteresse begleitet. Foto: Roland Böhm/dpa

Heilbronn/Vaihingen. Laut dem Urteil hatte er am 18. Februar mit einem Betonstein auf seine vier und fünf Jahre alten Söhne eingeschlagen, beim jüngeren mindestens dreimal, beim älteren mindestens zweimal. Der Fünfjährige hatte laut Gutachten der Rechtsmedizin versucht, sich zu wehren, er wies Abwehrverletzungen an der Hand auf. Zudem wurde er im Flur des Hauses in Vaihingen-Aurich getötet, sein Bruder dagegen im Wohnzimmer. Anschließend stach der Mann beiden Söhnen mit einem Messer in die Brust und legte sie auf die Couch im Wohnzimmer, der jüngere wurde drapiert wie ein Soldat, wie die Mutter zum Prozessauftakt Ende Oktober geschildert hatte. Sie entdeckte die Kinder, als sie sie bei ihrem Vater abholen wollte, realisierte aber erst später, dass sie tot waren.

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Die Frau leidet noch heute unter der Tat, sowohl psychisch wie auch körperlich. Auch für den Mann wird es nun eine Behandlung geben, die laut Gericht „auch eine Ewigkeit“ dauern könnte.