31. Dezember 2014

AfD stellt sich nach Merkel-Ansprache schützend vor «Pegida»

Berlin (dpa) - Die Alternative für Deutschland (AfD) hat die Anti-Islam-Bewegung «Pegida» gegen Kritik von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Schutz genommen. «Sie verurteilt Menschen von oben herab, die sie gar nicht kennt», sagte der AfD-Fraktionsvorsitzende im Brandenburger Landtag, Alexander Gauland.

Alexander Gauland
Alexander Gauland steht hinter den Abendland-Demonstranten. Foto: Bernd Settnik/Archiv
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Die Kritik der Kanzlerin an den Kundgebungen der «Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes» werde der Protestbewegung noch mehr Zulauf als bisher bescheren, prognostizierte Gauland. Der AfD-Politiker hatte selbst Mitte Dezember als «Beobachter» an einer «Pegida»-Demonstration in Dresden teilgenommen.

Merkel warnt die Deutschen in ihrer diesjährigen Neujahrsansprache davor, sich den «Pegida»-Protesten anzuschließen. Sie sagt in ihrer Rede, deren Text am Dienstag vorab verbreitet worden war: «Heute rufen manche montags wieder 'Wir sind das Volk'. Aber tatsächlich meinen Sie: Ihr gehört nicht dazu - wegen Eurer Hautfarbe oder Eurer Religion.»

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