17. April 2012

Angehörige beschweren sich über Breivik-Aussagen

Oslo (dpa) - Angehörige der Opfer des norwegischen Massenmörders Anders Behring Breivik haben sich über den langen Vortrag des Angeklagten beschwert. Über ihre Anwälte forderten sie Breivik im Prozess in Oslo auf, seine Stellungnahme abzukürzen.

«No interviews»
Die Angehörige eines Opfers trägt einen Aufkleber, um der Presse zu signalisieren, dass sie nicht angesprochen werden möchte. Foto: Ole Berg-Rusten
dpa

Breivik las mit ruhiger Stimme eine auf 13 Seiten vorbereitete Rede vor - eine Mischung aus Selbstrechtfertigung und wirren politischen Statements.

Richterin Wenche Elizabeth Arntzen unterbrach ihn mehrmals und forderte ihn auf, seine Aussage zu mäßigen. Breivik dagegen betonte, er müsse seinen gesamten Vortrag halten, um seine Motive zu erklären. Mit gesenktem Blick las er von seinen Notizen ab und schien nicht in der Lage, von den vorbereiteten Formulierungen abzuweichen.

Gerichtsinformationen zum Breivik-Fall, auf norwegisch

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