23. Mai 2013

Apple: Irland verteidigt seine Steuerpolitik

Brüssel (dpa) - Irland hat in der Debatte um Steuersparmodelle des US-Konzerns Apple Ausnahmeregelungen für internationale Konzerne bestritten. «Wir treffen keine speziellen Absprachen mit einzelnen Firmen», sagte Premierminister Enda Kenny am Mittwoch beim EU-Gipfel in Brüssel. «Irlands Körperschaftssteuerregeln sind sehr klar und transparent»,

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Computer-Hersteller Apple ist wegen seiner Steuerpolitik in der Kritik. Foto: Andreas Gebert
dpa

Irland gehe seit langem gegen die aggressiven Strategien von Konzernen zur Steuervermeidung vor. «Irland hat dabei stets an der Spitze gestanden», betonte Kenny. Ein Abkommen mit den USA sei unterschrieben. Sein Land werde sich weiter um internationale Firmen und Investoren bemühen.

Kenny betonte, die EU-Kommission habe mit Irland noch keinen Kontakt aufgenommen wegen Apple oder eines anderen Unternehmens.

Der US-Weltkonzern Apple hat nach Auffassung amerikanischer Politiker durch ein komplexes Netz an Auslandsfirmen Milliarden Dollar an Steuerzahlungen gespart. Im Zentrum der Kritik stehen dabei irische Tochterfirmen, über die schon seit den 1980er Jahren große Teile des Auslandsgeschäfts abgewickelt werden. Irland ist für seine niedrigen Steuern bekannt. Beim EU-Gipfel beraten die Staats- und Regierungschefs über ihr gemeinsames Vorgehen gegen Steuerflucht.

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