02. Juni 2014

Australien zieht neue WM-Bewerbung für 2022 in Betracht

Sydney (dpa) - Nach den neuen Enthüllungen über Korruptionsvorwürfe bei der WM-Vergabe an Katar zieht der damalige Mitbewerber Australien gegebenenfalls eine neue Kandidatur in Betracht.

Sollte dem Emirat die Fußball-Weltmeisterschaft 2022 wieder aberkannt werden, würden die australischen Verbandsverantwortlichen dies ernsthaft in Betracht ziehen, schrieb die Zeitung «The Australian» am Montag. Ein Sprecher des Verbandes sagte lediglich, dass man die Untersuchung durch die FIFA seit Monaten verfolge und stark interessiert sei an den Antworten.

Die britische Zeitung «Sunday Times» hatte berichtet, dass der ehemalige katarische Spitzenfunktionär Mohamed bin Hammam fünf Millionen Dollar an Offizielle gezahlt haben soll, um sich deren Unterstützung für Katars WM-Bewerbung zu sichern. Dem Blatt liegen eigenen Angaben zufolge geheime Dokumente vor, die dies belegen sollen. Bin Hammam soll schon ein Jahr vor dem entscheidenden Votum der FIFA-Exekutive begonnen haben, Einfluss auf die Vergabe der WM 2022 zu nehmen. Er soll direkte Zahlungen an Funktionäre geleistet haben, hatte die Zeitung berichtet. FIFA-Vize Jim Boyce hatte daraufhin eine neue Abstimmung über die WM 2022 nicht ausgeschlossen.

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