04. April 2017

Behörde darf Helferin Ausreise nach Afghanistan nicht verbieten

Braunschweig (dpa) - Eine Passbehörde darf einer Entwicklungshelferin nicht die Reise nach Afghanistan verbieten, weil sie eine Entführung mit Lösegeldforderungen an die Bundesrepublik fürchtet. Das Passrecht biete im Regelfall keine Handhabe dafür, Eigengefährdungen deutscher Staatsangehöriger im Ausland zu verhindern, urteilte das Verwaltungsgericht Braunschweig. Der Streit drehte sich um die Chefin eines Hilfsvereins, die regelmäßig in das Land reist. Die Passbehörde hatte den Geltungsbereich ihres Reisepasses so beschränkt, dass sie weder direkt noch über ein Drittland nach Afghanistan reisen kann.

Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige
UMFRAGE
Jamaika-Sondierung geplatzt

Wie soll es nach dem Abbruch der Jamaika-Koalition Ihrer Meinung nach weitergehen, wofür sind Sie?

WELLNESS & GESUNDHEIT
Die schönsten Seiten des Kreises
Zeitschriftenvorteil