09. September 2012

CSU präsentiert Alternativmodell zu von der Leyens Zuschussrente

München (dpa) - Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer (CSU) hat ein Alternativkonzept zum Modell der Zuschussrente von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgelegt. In mehreren Stufen soll damit die Anerkennung von Familien- und Erziehungsleistungen bei der Rente verbessert werden.

Das sagte Haderthauer der «Leipziger Volkszeitung» (Montag). Insgesamt gehe es um Leistungen von 11,6 Milliarden Euro.

Das Modell entspreche «grundsätzlich der Linie der CSU», erläuterte Haderthauers Sprecher am Sonntag der dpa. Der erste Schritt sei parteiintern auch bereits abgestimmt. Demnach sollen künftige Rentnerinnen auch für Geburten vor 1992 drei Kindererziehungsjahre bei der Rente angerechnet bekommen.

Außerdem soll nach Haderthauers Plänen ein Kinderfreibetrag eingeführt werden - wie bei der Einkommenssteuer. «Konkret schlage ich vor: Für künftige Geburten zahlen Mutter oder Vater in den ersten 12 Lebensjahren einen pro Kind um 50 Euro ermäßigten Rentenbeitrag.» Im Endausbau, also nach 12 Jahren, koste der Kinderfreibetrag «je nach Geburtenentwicklung circa 4,6 Milliarden Euro pro Jahr», rechnet Haderthauer vor.

Haderthauer fordert eine zweiteilige Familienkomponente in der Rente - finanziert von Kinderlosen und durch vorhandenen Spielraum bei den Beitragssätzen. Grundsätzlich müsse jedoch gelten: «Die Rente muss immer ein Spiegel der Lebensleistungen bleiben.»

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