19. August 2013

Chronologie: Gewalt gegen Mitarbeiter in Behörden

Berlin (dpa) - In deutschen Behörden kommt es immer wieder zu Gewalttaten. Einige Fälle:

Mai 2013: Im Jobcenter in Leipzig schlägt ein 34-jähriger Mann mit einem Hammer auf eine 52 Jahre alte Mitarbeiterin ein und verletzt sie an Kopf und Oberkörper. Ein weiterer Besucher kann den Täter, der wegen früherer Drohungen Hausverbot hatte, stoppen.

April 2013: Ein 74-jähriger Rentner erschießt den Landrat des Kreises Hameln-Pyrmont, Rüdiger Butte, in dessen Büro im Hamelner Kreishaus. Anschließend tötet sich der Täter selbst. Er soll jahrelang Ärger mit der Justiz gehabt haben.

September 2012: Ein 52 Jahre alter Mann stürmt in das Jobcenter im niederrheinischen Neuss und ersticht eine Mitarbeiterin mit einem Fleischermesser. Der Vater von fünf Kindern hatte der Behörde illegalen Handel mit seinen persönlichen Daten unterstellt.

August 2011: Ein 41 Jahre alter Arbeitsloser zündet in einem Berliner Jobcenter einen Brandsatz. Die Mitarbeiter greifen zum Feuerlöscher und können Schlimmeres verhindern.

Mai 2011: Eine 39-Jährige randaliert in einem Frankfurter Jobcenter und verletzt einen Polizisten mit dem Messer. Dessen Kollegin schießt und trifft die Frau tödlich.

Juni 2010: Wegen der drohenden Abschiebung ihres Sohnes stürmt eine 58-Jährige mit einem Messer in das Ausländeramt im hessischen Bad Schwalbach. Ein Sondereinsatzkommando der Polizei überwältigt sie nach mehr als sechs Stunden. Verletzt wird niemand.

März 2010: Nach einem Streit um Verzögerungen beim Arbeitslosengeld greift ein junger Mann im Jobcenter Essen einen Angestellten mit einem Teppichmesser an. Das Opfer wird an Kopf und Hals verletzt. Der Angreifer kommt in die Psychiatrie.

Februar 2001: Ein 46 Jahre alter Langzeitarbeitsloser tötet den Direktor des Arbeitsamtes in Verden in Niedersachsen mit 25 Stichen in den Kopf. Die Behörde hatte ihm zuvor die Unterstützung gestrichen.

Mai 1998: Ein 69-Jähriger erschießt aus Rache und Hass auf die Justiz einen 52 Jahre alten Amtsrichter in Essen. Er feuert viermal auf den Richter in dessen Dienstzimmer. Dann tötet er sich selbst.

Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige
Quiz zur Woche der Armut
WELLNESS & GESUNDHEIT
Digitale Beilage
Die schönsten Seiten des Kreises
Zeitschriftenvorteil