31. Juli 2012

Deutschland hat drittniedrigste Quote in Eurozone

Trotz eines abgeschwächten Jobaufschwungs gibt es in Deutschland weiterhin so wenig Arbeitslose wie in kaum einem anderen Land der Eurozone. Mit einer EU-Arbeitslosenquote von 5,4 Prozent rangiert Deutschland nun gleichauf mit Luxemburg auf dem dritten Platz, wie die EU-Statistikbehörde gestern mitteilte.

Weniger Arbeitslose gab es nach den aktuellsten Daten vom Juni nur noch in den Niederlanden (5,1 Prozent) und Österreich (4,5 Prozent). Insgesamt hat die Arbeitslosigkeit im Euroraum nach Angaben der EU-Behörde im Juni mit 17,8 Millionen Menschen einen neuen Höchststand erreicht. Die Europäische Union berechnet die Arbeitslosigkeit nach anderen Kriterien als die deutsche Bundesagentur für Arbeit (BA).
Unterdessen hat der Jobaufschwung in Deutschland im Juli weiter an Fahrt verloren. Laut Bundesagentur ist die Arbeitslosenzahl um 67 000 auf 2,8 Millionen gestiegen. Trotz der starken Zunahme war die Juli-Arbeitslosigkeit aber so niedrig wie zuletzt vor elf Jahren. Auch ist die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiterhin besser als im Vorjahr – damals waren es 63 000 Arbeitslose mehr. Die von der BA ermittelte Arbeitslosenquote stieg im Juli um 0,2 Punkte auf 6,8 Prozent. BA-Chef Frank-Jürgen Weise zeigte sich trotz der leichten Abschwächung weiterhin zuversichtlich: „Das ist noch nicht die Trendwende“, stellte Weise fest. (dpa)

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