12. Februar 2013

Dokumentation: Erklärung von Schavans Anwälten

Düsseldorf (dpa) - Die Anwaltskanzlei Redeker/Sellner/Dahs hat zum Entzug des Doktortitels von Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) folgende Erklärung veröffentlicht:

«Frau Prof. Dr. Schavan wird gegen die heute mitgeteilte Entscheidung des Fakultätsrats der Philosophischen Fakultät der Universität Düsseldorf beim Verwaltungsgericht Düsseldorf Klage erheben.

Die Entscheidung ist in einem fehlerhaften Verfahren zustande gekommen und sie ist auch materiell rechtswidrig.

Die gesetzlich vorgeschriebene Vertraulichkeit des Verwaltungsverfahrens wurde durch mehrfache selektive Information der Öffentlichkeit verletzt. Die gebotenen Ermittlungen zur Feststellung einer Täuschung der Gutachter im damaligen Promotionsverfahren sind unterblieben. Förmlich gestellte Beweisanträge, die sich darauf beziehen, wurden übergangen. Das gilt beispielsweise auch für den Antrag auf Einholung eines externen Fachgutachtens. Eine Täuschung hat es nicht gegeben.

Die Entscheidung ist auch unverhältnismäßig. Die gemessen am Umfang der Doktorarbeit und ihrer Literaturnachweise geringfügige Zahl behaupteter Zitierverstöße, die sich zudem fast alle im referierenden Teil der Arbeit befinden, rechtfertigen die Rücknahme der Promotion und damit des einzigen berufsqualifizierenden Abschlusses unserer Mandantin nicht.»

Erklärung der Anwaltskanzlei

Erklärung der Uni Düsseldorf

Rechtsgutachten zum Verfahren

Fakultätsrat

Schavanplag

Auszüge aus dem Heft mit Zitierregeln auf sueddeutsche.de

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