03. August 2012

EU-Kommission schweigt zu EZB und Slowenien

Brüssel (dpa) - Die EU-Kommission hat am Freitag nicht auf die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) reagiert, zunächst keine direkten Finanzhilfen für Spanien oder Italien ins Auge zu fassen.

EZB-Präsident Mario Draghi
Mario Draghi während einer EZB-Pressekonferenz in Frankfurt am Main. Foto: Arne Dedert/Archiv
dpa

«Wir kommentieren Entscheidungen oder Hinweise zu möglichem Handeln der EZB grundsätzlich nicht», sagte ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel. EZB-Präsident Mario Draghi hatte am Vortag ein sofortiges Eingreifen der Bank auf den Anleihemärkten ausgeschlossen.

«Wir haben Draghis Äußerungen zur Kenntnis genommen», sagte der Sprecher lediglich. Es gebe nach wie vor keinen Antrag Spaniens auf Hilfe gegen hohe Zinsen auf den Anleihemärkten. «Jede Entscheidung, finanzielle Hilfe vom (Rettungsfonds) EFSF oder ESM zu beantragen, ist eine Sache der nationalen Regierungen.»

Der Sprecher nahm auch nicht Stellung zur Entscheidung der Ratingagentur Moody's, die Bonität des Euro-Landes Slowenien deutlich herabzustufen: «Wir kommentieren solche Entscheidungen nicht.»

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