05. November 2018

Ein Theaterspiel zeigt Gefahren für Senioren

Die Stadt Ludwigsburg, das Referat Prävention bei der Kriminalpolizei und der Stadtseniorenrat Ludwigsburg hatten zu einem Theaternachmittag eingeladen. „Der ungebetene Gast“ ist der Titel des Stücks, das im Gemeindehaus der Erlösergemeinde Ludwigsburg für einen vollen Gemeindesaal sorgte.

Kriminalhauptkommissarin Andrea Glück vom Referat Prävention bei der Kriminalpolizei Ludwigsburg wurde mit ihren Ratschlägen vom Theaterpädagogen Allan Mathiasch in der Rolle eines Hausmeisters in den Ablauf des Theaterstücks einbezogen.Foto: Radicke
Kriminalhauptkommissarin Andrea Glück vom Referat Prävention bei der Kriminalpolizei Ludwigsburg wurde mit ihren Ratschlägen vom Theaterpädagogen Allan Mathiasch in der Rolle eines Hausmeisters in den Ablauf des Theaterstücks einbezogen.Foto: Radicke

Alle vier Minuten wird in Deutschland eingebrochen. Die Kriminalstatistiken weisen in den letzten Jahren starke Zuwächse bei Wohnungseinbrüchen aus. Fachleute raten, sich mit entsprechender Sicherheitstechnik zu schützen. Denn wo der Einbrecher auf Widerstand stößt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass er bereits im Versuchsstadium abbricht.

In den eigenen vier Wänden werden Menschen aber längst nicht mehr nur von „klassischen“ Wohnungseinbrechern bestohlen. Datendiebe schleichen sich in die Kommunikationsnetze ihrer Opfer ein und verschaffen sich auf diese Weise Zugang zu den Bankkonten.

Das Theaterprojekt „Der ungebetene Gast“ informiert auf unterhaltsame Weise über Einbruch und Computerkriminalität und zeigt, wie man sich gegen diese Delikte schützen kann. Anhand eines Einbruch-Beispiels erklärt Schauspieler, Regisseur und Theaterpädagoge Allan Mathiasch in Gestalt eines Hausmeisters, welche Möglichkeiten es gibt, sich vor Einbrüchen zu schützen. Zum einen durch den Einbau von Sicherheitseinrichtungen als auch durch vorsichtiges und vorausschauendes Verhalten der möglichen Opfer.

Einen weiteren Schwerpunkt innerhalb der Aufführung war dem Schutz vor Eindringlingen in das Computersystem der Senioren gewidmet. Welche Vorsichtsmaßnahmen zum Beispiel beim Internetbanking zu beachten sind, ebenso das richtige Verhalten beim Umgang mit E-Mails, die mit schädlichen Anhängen versehen, Schäden am Rechner anrichten können und den Kriminellen Zugang zum Computer und sämtlichen dort gespeicherten Daten ermöglichen.

Falsche Versprechungen bei sogenannten „Gewinnspielen“, die den Weg in die Datenbanken ermöglichen, gehören zum Repertoire der Computergangster. Zahlreiche Beispiele aus der Praxis der Präventionsstelle der Kriminalpolizei erzählte Kriminalhauptkommissarin Andrea Glück, die während des Theaterspiels und auch im Anschluss daran mit den Schauspielern aktiv am Theaterstück teilnahm.

Die unkomplizierte Darstellung des interessanten Themas und die lebhafte Beteiligung des Publikums geben der Präsentationsform zur Schadensverhütung recht. Der Dank der Vorsitzenden des Stadtseniorenrates Ludwigsburg, Erika Göller, galt nicht nur dem Theaterensemble, sondern vor allem auch der Stadt Ludwigsburg, die als Gastgeber die Honorarkosten übernommen hat.

Gertraud Selig von der Stadtverwaltung, Fachbereich Bürgerschaftliches Engagement und Soziales, nahm den Dank gerne entgegen, wie auch Pfarrerin Margret Rittmann für die Evangelische Kirchengemeinde Ludwigsburg West, die für die Bewirtung sorgte. (icke)

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