19. August 2013

Entsetzen nach Tod von 36 Gefangenen in Ägypten

Kairo (dpa) - Der Tod von 36 Anhängern der Muslimbruderschaft in Polizeigewahrsam hat in Ägypten für großes Entsetzen gesorgt.

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat Hamdien Sabahi forderte auf Twitter, eine Untersuchungskommission müsse klären, wie die Untersuchungshäftlinge vor dem Gefängnis Abu Sabal getötet werden konnten. Der Kommission sollten Juristen und Menschenrechtler angehören.

Die staatlichen Medien hatten zuvor berichtet, 36 Untersuchungshäftlinge aus den Reihen der Muslimbrüder hätten am Sonntagabend versucht, während ihrer Verlegung von der Sicherheitsdirektion in Kairo in das Gefängnis zu fliehen. Unklar blieb, ob sie dabei alleine agierten oder Hilfe von außen erhielten.

Der Nachrichtensender Al-Dschasira meldete, die Gefangenen hätten während ihres Fluchtversuches einen Polizeioffizier als Geisel genommen. Auch die Muslimbruderschaft ging nicht näher auf die Umstände des Dramas vor dem Gefängnis in der Provinz Al-Kaljubija ein. Sie erklärte nur, die Polizei habe 37 unschuldige Bürger getötet.

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