23. März 2013

Gespräche in Nikosia unterbrochen - Neue Runde am Nachmittag

Nikosia (dpa) - Die Gespräche zwischen der Geldgeber-Troika und dem zyprischen Finanzminister Michalis Sarris über eine Lösung der Finanzkrise der Insel sind am Samstag vorübergehend unterbrochen worden.

Sarris in Moskau
Bislang in Russland erfolglos: der zyprische Finanzminister Michalis Sarris. Foto: Sergei Chirikov
dpa

Die Gespräche sollen um 15.00 Uhr (MEZ) fortgesetzt werden, teilte Sarris in Nikosia mit. «Es gibt wahrhaftig Fortschritte. Wir haben ein umfassendes Programm vorgelegt», sagte Sarris. Es gebe einige Themen, die noch nicht geklärt sind. «Ich hoffe, dass wir keine Überraschungen erleben», fügte der Minister hinzu.

Welche Themen noch geklärt werden sollen, wollte Sarris nicht sagen. Wie es aus Kreisen des Finanzministeriums hieß, gebe es einige Probleme mit dem Solidaritätsfonds, den Nikosia beschlossen hat. Der Fonds zur Rekapitalisierung der Banken soll unter anderem auch mit Geldern der Rentenkassen finanziert werden.

Im Mittelpunkt der Gespräche am Samstag stand auch die Zwangsabgabe auf Geldeinlagen des größten zyprischen Geldinstituts, der Cyprus Bank. Dort sollen die russischen Oligarchen Milliarden geparkt haben. Nikosia schlägt die Belastung von Spareinlagen über 100 000 Euro mit bis zu 25 Prozent vor. Es blieb unklar, ob und wann dieses letzte Gesetz dem Parlament präsentiert werden soll und wann darüber abgestimmt wird.

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