14. Mai 2012

Grüne wollen Initialzündung für Rot-Grün

Berlin (dpa) - Die Grünen wollen aus dem Wahlerfolg an der Seite der SPD in Nordrhein-Westfalen eine Initialzündung für Rot-Grün im Bund machen.

Claudia Roth
«Was in Nordrhein-Westfalen möglich ist, dass es zu Zweierkonstellationen kommt, zu rot-grünen Bündnissen - warum soll das nicht auch im Bund möglich sein?», sagte Parteichefin Claudia Roth. Foto: Rainer Jensen /Archiv
dpa

«Was in Nordrhein-Westfalen möglich ist, dass es zu Zweierkonstellationen kommt, zu rot-grünen Bündnissen - warum soll das nicht auch im Bund möglich sein?», sagte Parteichefin Claudia Roth am Montag in Berlin. «Man muss es wollen, man muss daran glauben und man muss dafür kämpfen - und da können Sie sich sicher sein: Das werden wir tun.»

Co-Parteichef Cem Özdemir sieht eine große Koalition unter Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach der Bundestagswahl jetzt als weniger wahrscheinlich an: «Manche haben ja schon so eine Art Naturgesetzlichkeit formuliert, dass Frau Merkel Kanzlerin bleibt, nur die Partner gelegentlich ausgetauscht werden - das ist jetzt zumindest infrage gestellt.» Es komme darauf an, dass SPD und Grüne an der Spitze gut zusammenarbeiten. Die Landesverbände prüften aber auch weiter eigenständig, mit welchem Partner sie am besten zusammenarbeiten könnten.

Die Lage in NRW machten die Grünen für ihren leichten Rückgang um 0,8 Punkte auf 11,3 Prozent verantwortlich. Özdemir: «Unter den Bedingungen eines Wahlkampfs, der sehr zugeschnitten war auf zwei Spitzenkandidaten, und einer Ministerpräsidentin, die einen ganz klaren Amtsbonus hatte, finde ich das Ergebnis richtig gut für uns.»

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