10. April 2012

Hintergrund: Der päpstliche Segen «Urbi et Orbi»

Berlin (dpa) - Der apostolische Segen «Urbi et Orbi» gehört zu den bekanntesten Riten der römisch-katholischen Kirche. Die imperiale Formel «der Stadt und dem Erdkreis» geht auf die alten Römer zurück.

Papst Benedikt feiert mit Tausenden Osternacht im Petersdom
Ein Höhepunkt der Osterfeierlichkeiten zur Auferstehung Jesu: Papst Benedikt feiert mit den Gläubigen die Osterwache. Foto: Serena Cremaschi
dpa

Das antike Reichsbewusstsein setzte die Stadt Rom (urbs) mit dem Erdkreis (orbis) gleich. Die Kirche fügte sie erstmals im 13. Jahrhundert in das offizielle Ritual ein.

Heute wird der Segen zu feierlichen Anlässen etwas am Ostersonntag, am ersten Weihnachtstag oder nach einer Papstwahl erteilt. Er muss vom Papst als Bischof von Rom und als Oberhaupt der Weltkirche gespendet werden. Mit päpstlicher Erlaubnis können auch Kardinäle, Bischöfe oder Priester den Segen erteilen.

Die Zeremonie auf dem Petersplatz ist für alle Gläubigen mit einem Sündenablass verbunden. Die Grußbotschaft wird in mehr als 60 Sprachen gesprochen. Inzwischen ist der Segen zum Quotenrenner geworden. Tausende strömen alljährlich auf den Petersplatz, Millionen verfolgen das Geschehen weltweit über Radio, Fernsehen oder Internet.

Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige
UMFRAGE
Jamaika-Sondierung geplatzt

Wie soll es nach dem Abbruch der Jamaika-Koalition Ihrer Meinung nach weitergehen, wofür sind Sie?

WELLNESS & GESUNDHEIT
Die schönsten Seiten des Kreises
Zeitschriftenvorteil