17. August 2012

Hintergrund: Die Christi-Erlöser-Kathedrale in Moskau

Moskau (dpa) - Die mächtige Christi-Erlöser-Kathedrale im Zentrum von Moskau gilt als Russlands wichtigstes Gotteshaus. Der dominante weiße Sakralbau mit den goldenen Kuppeln ist auch ein Symbol für den wiedererstarkten Einfluss der russisch-orthodoxen Kirche.

Christi-Erlöser-Kathedrale
Russisch orthodoxe Christi-Erlöser-Kathedrale in Moskau: Der dominante weiße Sakralbau mit den goldenen Kuppeln ist auch ein Symbol für den wieder erstarkten Einfluss der russisch-orthodoxen Kirche. Foto: epa/Archiv
dpa

Als Dank für den hart erkämpften Sieg über Napoleon (1812) hatte Zar Alexander I. den Bau der Kathedrale verfügt, die 1883 geweiht wurde. Nach der Oktoberrevolution (1917) wurde das Gebäude 1931 als unerwünschtes Symbol des Zarenreichs gesprengt. Es sollte einem monumentalen Palast der Sowjets Platz machen, der aber nie gebaut wurde. Stattdessen wurden die Fundamente als Freibad genutzt.

1992 erließ der damalige Kremlchef Boris Jelzin einen Ukas zum Wiederaufbau der Kathedrale am linken Moskwa-Ufer nahe dem Kreml. Im August 2000 weihte das Oberhaupt der russisch-orthodoxen Kirche, Patriarch Alexi II., den Prunkbau ein, nachdem auch die kostbare Innenausstattung aus Gold und Mosaiken vollendet worden war.

Heute kommt auch Präsident Wladimir Putin zu wichtigen kirchlichen Feiertagen in die Erlöser-Kathedrale, die mit 103 Metern zu den weltweit höchsten orthodoxen Sakralbauten gehört. Das reich verzierte Gotteshaus bietet Platz für etwa 5000 Gläubige.

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