17. April 2014

Hintergrund: Die Hauptakteure beim Ukraine-Krisentreffen

Berlin (dpa) - Ein Krisentreffen soll den Konflikt in der Ukraine entschärfen: Am Donnerstag treffen sich die Außenminister der Ukraine, Russlands, der USA und die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton in Genf. Die Hauptakteure in der Kurzvorstellung:

Treffen
US-Außenminister John Kerry spricht mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton in Genf. Foto: Alain Grosclaude / Pool
dpa

ANDREJ DESCHTSCHIZA: Der kommissarische Außenminister der Ukraine stammt aus dem Gebiet Lwiw (Lemberg). Dort und in Edmonton (Kanada) studierte er Geschichte und Politik. Dem diplomatischen Dienst gehört der 48-Jährige seit 1996 an. Vorher vertrat er die Ukraine bei der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE), war Botschafter in Finnland. Der verheiratete Vater einer Tochter spricht fließend Englisch, Russisch und Polnisch.

SERGEJ LAWROW: Der hochgewachsene russische Außenminister gilt als Putins «Mann fürs Feine»: «Ich bin Diplomat, die Politik überlasse ich dem Präsidenten», sagte der 64-Jährige einmal über sich. Die Anfänge von Glasnost (Offenheit) und Perestroika (Umbau) erlebte Lawrow als Botschaftsrat in den USA, ab 1994 war er Russlands Vertreter bei den UN. Seit 2004 ist der Familienvater Außenminister.

JOHN KERRY: Die Lebensgeschichte des 70-Jährigen ist eng mit Europa verbunden. Als Kind radelte er durch das Berlin der Nachkriegszeit - sein Vater arbeitete als Diplomat im Dienst der USA. Kerry ging auf eine Privatschule in der Schweiz und studierte an der amerikanischen Eliteuni Yale. Der eloquente und stets vornehme Kriegsveteran scheiterte 2004 als Präsidentschaftskandidat an Amtsinhaber George Bush. US-Präsident Barack Obama machte Kerry 2013 zum Außenminister.

CATHERINE ASHTON: Die 58-Jährige Britin ist keine gelernte Außenpolitikerin. Das Amt der EU-Außenbeauftragten übernahm sie 2009. Davor war sie Staatssekretärin im britischen Bildungs- und Justizministerium sowie ein Jahr lang EU-Handelskommissarin. Nach anfänglichen Fehlern wuchs sie an ihren Aufgaben: Bei Verhandlungen um das iranische Atomprogramm oder den Konflikt zwischen Serbien und dem Kosovo erwarb sie sich Anerkennung. Ende des Jahres gibt die als hartnäckig und charmant geltende Ashton ihr Amt ab.

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