08. Juni 2012

Hintergrund: Die bisherigen Euro-Rettungshilfen

Berlin (dpa) - Im Rettungsfonds EFSF stehen noch 250 Milliarden Euro für Hilfen an Euro-Länder zur Verfügung - für Länder insgesamt, für Bankenhilfen oder für Vorsorge-Kredite. Das betrifft auch mögliche EFSF-Hilfen zur Rekapitalisierung spanischer Banken. Im Juli startet dann der dauerhafte Rettungsschirm ESM. Der Schutzwall um die Euro-Zone summiert sich dann auf etwa 800 Milliarden Euro.

ERSTES GRIECHENLANDPAKET: Das im Mai 2010 aufgelegte internationale Hilfspaket von EU, Internationalem Währungsfonds (IWF) und aus bilateralen Krediten der Euro-Partner umfasste 110 Milliarden Euro. Bisher sind 73 Milliarden Euro in sechs Tranchen ausgezahlt worden, davon entfallen 52,9 Milliarden auf die Eurozone. Deutschland hat 15,17 Milliarden Euro beigesteuert, der IWF 20,1 Milliarden.

EFSF: Der erste, ebenfalls im Mai 2010 gestartete Rettungsschirm (Europäische Finanzstabilisierungsfazilität) kann Notkredite von bis zu 440 Milliarden Euro an Euro-Länder zahlen. Davon sind bisher für Hilfsprogramme an Irland, Portugal und Griechenland rund 192 Milliarden Euro bereits verplant. Von diesen zugesagten EFSF-Hilfen entfallen 17,7 Milliarden Euro auf Irland und 26 Milliarden Euro auf Portugal - der Rest auf Griechenland im Rahmen des zweiten Hilfspakets für Athen. Das heißt, aus dem EFSF stehen noch rund 250 Milliarden Euro zur Verfügung.

ESM: Der dauerhafte Euro-Rettungsschirm soll am 1. Juli starten. Er verfügt über eine Kapazität für Notkredite von 500 Milliarden Euro. Um den Schutzwall um die Euro-Zone zu erhöhen, wurde das maximale Hilfsvolumen Ende März auf rund 800 Milliarden Euro aufgestockt.

Diese erhöhte Brandmauer setzt sich zusammen aus: den bisher zugesagten EFSF-Finanzhilfen für Griechenland, Irland und Portugal von insgesamt fast 200 Milliarden Euro, dem tatsächlichen Kreditvergabevolumen des ESM von 500 Milliarden Euro, den bisher im Rahmen eines weiteren europäischen Hilfsfonds (EFSM/Europäischer Finanzstabilisierungsmechanismus) für Irland und Portugal gewährten Hilfen von 49 Milliarden Euro sowie den bisher ausgezahlten bilateralen Hilfen aus dem ersten Griechenland-Hilfspaket von 53 Milliarden Euro.

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