20. März 2014

Hintergrund: Die wichtigsten Ereignisse des Tages

Berlin (dpa) - Wechselseitige Sanktionen, abgesagte Gipfeltreffen und Auseinandersetzungen auf der Krim - die wichtigsten Ereignisse des Tages zum Thema Ukraine in kompakter Form.

- Für Bundeskanzlerin Angela Merkel gehört Russland wegen der Krim-Krise vorerst nicht mehr zur Gruppe der acht führenden Industrienationen (G8). Gleichzeitig droht sie Russland mit Wirtschaftssanktionen, wenn sich die Lage weiter verschärft.

- In Moskau macht die Staatsduma mit großer Mehrheit den Weg für die Aufnahme der Krim in die Russische Föderation frei. Am Freitag soll noch der russische Föderationsrat dem Beitritt zustimmen.

- Frankreichs Präsident François Hollande teilt vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel mit, dass das für Juni geplante Spitzentreffen der EU mit Russland abgesagt werde. Das Treffen sollte am 3. Juni am Rande des G8-Gipfels im russischen Sotschi stattfinden.

- Die USA weiten die Sanktionen gegen Russland auf weitere Regierungsbeamte aus. Präsident Barack Obama macht zudem den Weg für Sanktionen gegen ganze Wirtschaftszweige frei.

- Als Reaktion kündigt Moskau seinerseits Einreisesperren gegen US-Vertreter an. Dazu zählten Politiker wie der republikanische Senator John McCain und der Sprecher des Repräsentantenhauses, John Boehner.

- Auf der Krim entern russische Soldaten nach unbestätigten Angaben drei Kriegsschiffe der ukrainischen Marine. Die Bewaffneten hätten Blendgranaten eingesetzt, teilte ein Sprecher der ukrainischen Marine mit. Es seien Schüsse gefallen.

- Die USA wollen laut Zeitungsbericht an einer für Juli geplanten Militärübung in der Ukraine festhalten. Zugleich betont Obama, dass ein militärisches Eingreifen in der Krim-Krise keine Option sei.

- UN-Generalsekretär Ban Ki Moon bietet bei einem Moskau-Besuch Russlands Präsident Wladimir Putin die Entsendung von UN-Beobachtern in die Ukraine an. Zuletzt hatten internationale Militärbeobachter vergeblich versucht, auf die Krim zu gelangen.

- Ungeachtet der internationalen Konflikte will Russlands Außenminister Sergej Lawrow am Gipfeltreffen zur nuklearen Sicherheit Anfang kommender Woche teilnehmen. In Den Haag werden auch US-Präsident Obama und Kanzlerin Merkel erwartet.

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