23. September 2014

Hintergrund: Französische Geiseln in der Hand von Extremisten

Paris (dpa) - Extremisten haben in Krisengebieten schon oft Franzosen verschleppt. Nach der Freilassung der Geiseln gab es mehrfach Berichte über Lösegeldzahlungen.

KAMERUN, Dezember 2013: Ein französischer Priester wird nach mehr als sechs Wochen Geiselhaft freigelassen. Die Terrorgruppe Boko Haram hatte den Geistlichen nahe der Grenze zu Nigeria verschleppt.

NIGER, Oktober 2013: Vier Franzosen kommen nach jahrelanger Geiselhaft frei. Al-Kaida im Maghreb hatte sie 2010 aus einer Mine nahe Arlit verschleppt. «Le Monde» berichtet, der französische Auslandsgeheimdienst habe «mehr als 20 Millionen Euro» gezahlt.

SYRIEN, Juni 2013: Radikale Islamisten verschleppen im Norden des Landes vier französische Journalisten. Für ihre Freilassung im April 2014 sollen hohe Geldsummen bezahlt worden sein.

SOMALIA, Januar 2013: Bei der versuchten Befreiung eines seit 2009 von der Al-Shabaab-Miliz festgehaltenen französischen Geheimagenten sterben die Geisel und mindestens ein französischer Soldat.

NIGERIA, Dezember 2012: Die Islamistengruppe Ansaru entführt einen Ingenieur aus Frankreich im Norden des Landes. Die Geisel nutzte im November 2013 einen Angriff nigerianischer Truppen zur Flucht.

MALI, November 2012: Bewaffnete verschleppen einen französischen Touristen. Im April 2014 gibt die Terrorgruppe «Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika» seinen Tod bekannt. Vermutlich starb der Mann infolge der Bedingungen in der Geiselhaft.

AFGHANISTAN, Dezember 2009: Taliban-Rebellen entführen in der Provinz Kapisa zwei französische Journalisten und ihre drei afghanischen Begleiter. Sie kommen erst im Juni 2011 gegen Lösegeld wieder frei.

Le Monde Zur Geiselbefreiung im Niger 2013

Mitteilung Élysée zur Entführung in Kamerun 2013

Mitteilung Élysée zur Entführung in Nigeria 2012

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