17. Dezember 2012

Hintergrund: Opel-Werke und Beschäftigte

Rüsselsheim (dpa) - 150 Jahre nach seiner Gründung steckt der Autobauer Opel in einer tiefen Krise. Um die Kosten angesichts der schwachen Nachfrage in Europa in den Griff zu bekommen, soll die Autofertigung in Bochum 2016 auslaufen.

Zum Jahresende wird der Hersteller in Europa 37 400 Menschen beschäftigen. Ein Überblick in Zahlen:

In DEUTSCHLAND arbeiten nach Firmenangaben insgesamt etwa 20 300 Beschäftigte an vier Standorten. In BOCHUM laufen der Astra Classic und der Zafira Tourer vom Band. Rund 3200 Menschen sind direkt im Unternehmen beschäftigt, rund 1000 bei Partner- und Fremdfirmen. In EISENACH bauen knapp 1600 Beschäftigte den Corsa, von 2013 an auch den Adam. Am Stammsitz RÜSSELSHEIM werden der Insignia sowie - noch - ein Astra-Modell gefertigt. 13 800 Mitarbeiter sind hier tätig, davon 3500 in der Produktion und 7000 in den Bereichen Entwicklung und Design. In KAISERSLAUTERN bauen knapp 2500 Beschäftigte Komponenten, Motoren und Achsen.

In Gleiwitz in POLEN läuft seit 2011 nur noch der Astra vom Band; in Polen sind rund 3500 Menschen beschäftigt. Am Standort Saragossa in SPANIEN fertigen rund 5500 Mitarbeiter den Corsa, den Meriva und den Combo. In GROSSBRITANNIEN bauen etwa 2100 Beschäftigte in Ellesmere Port Astra-Modelle. In Luton wird der Transporter Opel Vivaro von 1100 Menschen gefertigt.

Motoren und/oder Getriebe werden zudem in Szentgotthárd (Ungarn/660 Mitarbeiter) und Aspern (Österreich/1700) sowie in einem Joint Venture in Tychy (Polen) hergestellt. In Rüsselsheim und im italienischen Turin hat Opel zudem Entwicklungszentren.

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