06. Mai 2012

Hintergrund: Piraten ziehen in dritten Landtag ein

Berlin (dpa) - Die Piratenpartei ist in Schleswig-Holstein in das dritte Landesparlament hintereinander eingezogen. Die erst 2006 gegründete Partei war im vergangenen September mit 8,9 Prozent ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählt worden.

Kleiner Pirat
Kleiner Pirat: Ein Mitglied der Piratenpartei hält seinen Sohn "Leon" auf dem Arm. Foto: Daniel Bockwoldt
dpa

Bei der Landtagswahl im Saarland Ende März schaffte sie mit 7,4 Prozent den Sprung in den Landtag.

Umfragen zufolge haben die Piraten Chancen, auch bei der Wahl in Nordrhein-Westfalen am kommenden Sonntag (13. Mai) den Einzug ins Parlament zu schaffen: Im bevölkerungsreichsten Bundesland steht die Partei derzeit bei rund 8 Prozent. Bundesweit kommt sie auf einen Wert von mehr als 10 Prozent.

Bei der Bundestagswahl 2009 hatten die Piraten 2,0 Prozent der Wählerstimmen bekommen, waren aber die bei weitem stärkste Kraft unter den kleineren Parteien und Gruppierungen. Die Partei wurde im Herbst 2006 in Berlin nach schwedischem Vorbild gegründet. Die Piraten stehen vor allem für Internetthemen und den freien Austausch im Netz, engagieren sich aber auch für Themen wie ein bedingungsloses Grundeinkommen. Die Partei hat inzwischen mehr als 22 000 Mitglieder.

Internetseite Piratenpartei

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