09. Mai 2012

Kommentar: Die große Lebenslüge

Alle Menschen in Lohn und Brot – das wird wohl auch weiterhin ein Wunschtraum bleiben. Obwohl die Arbeitslosigkeit im Kreis seit Monaten auf einem historischen Tiefstand verharrt, finden einige Menschen bei aller Unterstützung nicht zurück in ein geregeltes Arbeitsleben.

Der Erste Bürgermeister Konrad Seigfried hat es im Sozialausschuss auf den Punkt gebracht: Deutschland müsse sich von einer Lebenslüge verabschieden – der Lebenslüge, dass alle Menschen eine Arbeit finden können.
Es ist also an der Zeit über einen zweiten, einen öffentlich getragenen Arbeitsmarkt mit einfachen und einfachsten Tätigkeiten inklusive einer intensiven sozialen Betreuung nachzudenken. Hier könnten die betroffenen Menschen ihren Stolz zurückgewinnen und nach ihren Fähigkeiten zu ihrem Lebensunterhalt beitragen. Die Alternative dazu lautet: So weiterwursteln wie bisher, die Betroffenen mit viel Aufwand und viel Geld zwischen
Behörden und Maßnahmen hin und her zu schieben, ohne dass dabei nennenswerte Fortschritte erzielt werden.

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