17. Februar 2015

Krankenhäuser beklagen Milliardendefizit bei Notfallambulanzen

Berlin (dpa) - Die Krankenhäuser beklagen eine erhebliche Überlastung und massive Unterfinanzierung ihrer Notfallaufnahmen. Ein Grund sei, dass die Kliniken mehr und mehr zum «Lückenbüßer» für die eigentlich zuständigen Bereitschaftsdienste der niedergelassenen Ärzte würden. Dies führe zu langen Wartezeiten für Patienten, kritisierte der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Georg Baum. Laut Baum werden für einen ambulanten Notfall durchschnittlich 32 Euro erstattet. Dem stünden Kosten von mehr als 120 Euro gegenüber. Bei rund zehn Millionen ambulanten Notfällen führe dies zu nicht gedeckten Kosten von einer Milliarde Euro.

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