23. Juni 2014

Kurden-Präsident Barsani deutet Streben nach Unabhängigkeit an

Bagdad/Washington (dpa) - Dem Irak droht möglicherweise eine Abspaltung der kurdischen Autonomieregion. Deren Präsident Massud Barsani deutete an, bald die formelle Unabhängigkeit vom Irak zu suchen. «Jetzt ist die Zeit», sagte Barsani in einem am Montag in Auszügen veröffentlichten CNN-Interview.

«Die Zeit ist reif, dass die Kurden ihre Zukunft bestimmen, und die Entscheidung des Volkes ist, was wir aufrechterhalten werden», sagte Barsani. «In den vergangenen zehn Jahren haben wir alles uns Mögliche getan, haben alle Anstrengungen unternommen und waren so flexibel wie möglich, um einen neuen, demokratischen Irak aufzubauen», sagte Barsani. Diese Erfahrung sei aber nicht so erfolgreich gewesen wie erhofft. Nach den jüngsten Ereignissen im Irak sei es deshalb an der Zeit, dass die Kurden «jetzt die Gelegenheit ergreifen» sollten, um ihre Zukunft zu bestimmen.

Barsani forderte außerdem laut einem Tweet der CNN-Moderatorin Christiane Amanpour, dass der irakische Regierungschef Nuri al-Maliki zurückritt. Dieser habe Warnungen über den Vormarsch der extremistische Gruppe Islamischer Staat im Irak und Syrien (Isis) ignoriert.

Ausschnitt bei CNN

Amanpour bei Twitter

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