12. November 2014

Lander «Philae»: Zehn Instrumente an Bord

Berlin (dpa) - Der knapp einen Kubikmeter große «Rosetta»-Lander namens «Philae» wiegt rund 98 Kilogramm, von denen 27 auf zehn wissenschaftliche Instrumente entfallen. Die Forscher hoffen, dass er Wochen oder gar Monate Daten liefert.

Landung
Simulation der «Philae»-Landung auf dem Zielkometen Tschurjumow-Gerassimenko. Foto: ESA/ATG medialab/dpa
dpa

Eine besondere Herausforderung war das komplexe Landesystem mit Dämpfungsmechanismus, Eisschrauben und zwei Ankerharpunen. Sechs der Geräte an Bord entstanden unter deutscher Projektleitung:

«Cosac», Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung (MPS) Göttingen: Das Gerät dient der Analyse von Gas aus erhitzten Bodenproben, vor allem zur Erkennung organischer Komponenten.

«APX», Universität Mainz, Max-Planck-Institut für Chemie (MPCh) Mainz: Das Alpha-Röntgenspektrometer misst die Zusammensetzung der Elemente im Oberflächenmaterial - fast baugleiche Geräte gibt es auf den Nasa-Marsrovern.

«Rolis», Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Berlin: Die Panoramakamera soll Bilder vom Kometen machen, unter anderem von der Oberfläche unter dem Lander.

«Mupus», Universität Münster, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Berlin: Dies ist ein System aus Sensoren etwa für die Temperatur und einem Penetrator, der in den Kometenboden gehämmert wird und Aussagen über dessen Härte ermöglicht.

«Sesame», Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) Köln: Das Instrument misst die elektrischen und mechanischen Eigenschaften der Kometenoberfläche über die drei Fußpaare des Landers.

«Romap», TU Braunschweig, Max-Planck-Institut für Extraterrestrische Physik (MPE) Garching: Das Experiment vermisst das Magnetfeld sowie die Plasmaumgebung des Kometen.

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