25. Juli 2012

Lieberknecht kritisiert Moody's-Drohung

Erfurt (dpa) - Thüringens Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) hat die Ratingagentur Moody's für ihre Zweifel an der Spitzenbewertung Deutschlands kritisiert.

«Aus meiner Sicht sollten sich die Ratingagenturen um sich selbst kümmern und nicht um Dinge, die intakt sind», sagte Lieberknecht der «Leipziger Volkszeitung». Deutschland stehe hervorragend da, mit einer guten wirtschaftlichen Lage, kontinuierlich gesunkener Arbeitslosigkeit und einem Beschäftigungsniveau, das so hoch sei wie nie.

Nachdem Moody's die Spitzenbonität von Deutschland in Zweifel gezogen hat, senkte die Ratingagentur am späten Dienstag auch den Ausblick von Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt von «stabil» auf «negativ». Ein schlechteres Rating kann bedeuten, dass für die Aufnahme von frischem Geld höhere Zinsen fällig werden.

Interview mit Christine Lieberknecht

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