06. September 2012

Madrid: Nur EZB kann spanisches Schuldenproblem lösen

Madrid (dpa) - Das spanische Schuldenproblem kann nach Ansicht von Außenminister José Manuel García Margallo allein von der Europäischen Zentralbank (EZB) gelöst werden.

Spanien unter der Krisenlast
Spanien erwartet Impulse von der EZB. Foto: Karl-Josef Hildenbrand
dpa

Spanien erfülle seine Pflichten und kürze die Ausgaben des Staates, aber dies werde von den Finanzmärkten nicht honoriert, sagte der Minister am Donnerstag dem Radiosender Onda Cero. Was Spanien auf der einen Seite einspare, müsse es auf der anderen Seite für die hohen Zinsen seiner Staatsanleihen wieder ausgeben.

«Nur die EZB kann das Feuer der Schuldenkrise löschen», betonte Margallo wenige Stunden vor einem Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Madrid. «Die Kanzlerin wird sagen, dass wir es sehr gut machten, dass wir sehr mutig seien und dass unsere Reformen in die richtige Richtung gingen. Und wir werden antworten: Das ist schön und gut, dies hilft uns jedoch nur mittel- und langfristig weiter. Aber wir brauchen schon Geld für morgen.»

Merkel will am Mittag in Madrid mit Ministerpräsident Mariano Rajoy zusammenkommen und anschließend an einem deutsch-spanischen Unternehmertreffen teilnehmen. Bei der Eröffnung des Treffens unterstrich Wirtschaftsminister Luis de Guindos, Spanien nehme derzeit die Reformen vor, die Deutschland vor zehn Jahren vollzogen habe. Das Land sei dabei, den Arbeitsmarkt zu reformieren, die Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern und die Finanzprobleme zu lösen.

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