23. April 2012

Merkel setzt weiter auf Sarkozy

Berlin (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) unterstützt bei der französischen Präsidentenwahl weiter den konservativen Amtsinhaber Nicolas Sarkozy.

Merkel und Sarkozy
Angela Merkel droht im Ringen um mehr Finanzdisziplin mit Nicolas Sarkozy ihren wichtigsten Verbündeten zu verlieren. Foto: Ian Langsdon / Archiv
dpa

Nach Angaben von Vize-Regierungssprecher Georg Streiter wird Merkel in den Wochen bis zur Stichwahl Sarkozy aber nicht mit einem Auftritt zur Seite stehen. Dies hatte die CDU-Chefin ursprünglich geplant.

Sarkozy war am Sonntag in erster Runde dem Sozialisten François Hollande unterlegen. Beide müssen am 6. Mai in die Stichwahl.

Merkel werde mit jedem anderen Präsidenten in Paris gut kooperieren, betonte der Sprecher am Montag in Berlin. Die deutsch-französische Freundschaft sei unabhängig von den handelnden Personen. Traditionell versuchen die Staatsspitzen, eng zusammenzuarbeiten.

Nach den Worten von Außenminister Guido Westerwelle (FDP) wird Deutschland auch bei einem Sieg von Hollande ein enge Zusammenarbeit suchen. Es sei gut, «dass die Stichwahl jetzt zwischen zwei ausgewiesenen demokratischen Kandidaten stattfindet, die für Europa und die deutsch-französische Freundschaft eintreten», erklärte Westerwelle. «Deutschland wird mit jedem Präsidenten, den das französische Volk wählt, eine gute und enge Zusammenarbeit suchen.»

Für SPD-Chef Sigmar Gabriel hat bereits der Ausgang des ersten Wahlgangs gezeigt, wie groß der Wunsch der Franzosen nach einem politischen Wechsel sei. «Der Erfolg von Hollande ist über Frankreich hinaus ein Signal dafür, dass die Politik von Merkel und Sarkozy eben nicht alternativlos ist», zeigte sich Gabriel überzeugt.

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