14. Juli 2013

Obama mahnt nach Todesschützen-Freispruch Besonnenheit an

Washington (dpa) - Nach dem umstrittenen Freispruch im Prozess um den erschossenen schwarzen Jugendlichen Trayvon Martin hat US-Präsident Barack Obama zur Besonnenheit aufgerufen. «Der Tod von Trayvon Martin war eine Tragödie.

Nicht allein für seine Eltern, oder irgendeine andere Gemeinschaft, sondern auch für Amerika», teilte Obama am Sonntagabend in einer Stellungnahme mit. Der Fall habe die Gemüter stark erhitzt, das Urteil des Gerichts müsse aber akzeptiert werden. Jeder sollte sich fragen, wie solche Tragödien künftig verhindert werden könnten. «Das ist der Weg, um Trayvon Martin zu ehren», fügte Obama hinzu.

Die Geschworenen in dem Verfahren in Sanford (Florida) hatten den Angeklagten George Zimmerman am Wochenende in allen Punkten für nicht schuldig befunden. Zimmerman ist ein Hispano-Amerikaner und hatte den 17-Jährigen im Februar 2012 erschossen, als er für eine Bürgerwehr auf Patrouille war. Zimmerman und seine Verteidiger beriefen sich auf Notwehr.

Die Tötung des Teenagers hatte über die USA hinaus großes Aufsehen erregt. Medien berichteten tagelang live aus dem Gerichtssaal. Immer wieder war in Medien von möglicherweise rassistischen Motiven die Rede gewesen.

Internetseite zur Zimmerman-Verteidigung

«Justice for Trayvon Martin»-Stiftung

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