14. Mai 2013

Opfer-Beauftragte: Beteiligung der Angehörigen wichtig

München/Baden-Baden (dpa) - Die Beteiligung der Familien von Mordopfern im NSU-Prozess ist aus Sicht der Ombudsfrau der Bundesregierung, Barbara John, von enormer Bedeutung.

Barbara John
Die Ombudsfrau der Bundesregierung für die Hinterbliebenen der NSU-Opfer, Barbara John. Foto: Hannibal/Archiv
dpa

«Wir sollten uns in Deutschland - und das betrifft gerade auch die Professionellen im Gerichtssaal - daran gewöhnen, dass die Opfer eine größere Rolle spielen», sagte John am Dienstag dem Südwestrundfunk.

Die Opfer-Beauftragte wies Kritik von Juristen zurück, der Prozess werde womöglich zu sehr aus der Opfer-Perspektive geführt. Die Kritik sei unbegründet, die Opfer müssten immer eine große Rolle spielen, sagte John. «Das ist aber aus der Perspektive der Anwälte wahrscheinlich noch zu neu.»

Die Nebenkläger-Beteiligung im Prozess sei noch nicht lange möglich, sagte John. Mehr als 70 Angehörige der Mordopfer sind Nebenkläger in dem als Jahrhundert-Prozess bezeichneten Verfahren gegen die mutmaßliche NSU-Rechtsterroristin Beate Zschäpe und vier Mitangeklagte. Der Prozess wurde am Vormittag vor dem Oberlandesgericht in München fortgesetzt.

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