12. Januar 2012

Osteoporose gibt es auch bei Männern

(red) – Wer bei Osteoporose immer noch von einer typischen Frauenkrankheit nach der Menopause ausgeht, muss umdenken:
Von den acht Millionen Deutschen, die an Osteoporose leiden, sind etwa ein Drittel Männer – mit steigender Tendenz.



Die Volkskrankheit des fortgeschrittenen Lebensalters steht eng in Zusammenhang mit dem sinkenden Spiegel an Sexualhormonen.
„Angesichts unserer häufig älteren männlichen Patienten sind Urologen für die Risikoabklärung von Osteoporose beim Mann gefragt“, sagt Professor Dr.
Oliver Hakenberg. Der Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Urologie will das Bewusstsein für Osteoporose beim Mann schärfen. Denn oft werde
eine entsprechende Diagnose zu spät, nämlich erst nach Knochenbrüchen bei geringsten Anlässen gestellt.
Frühzeitige Kenntnis über das Risiko, das mit steigender Lebenserwartung zwangsläufig zunehme, ermögliche jedoch wirksame Präventionsmaßnahmen, so Hakenberg. Bei der Osteoporose führen alters- und krankheitsbedingte Veränderungen im Stoffwechselhaushalt zu einer kontinuierlichen Verringerung von Dichte und Masse der Knochen, die Brüchigkeit nimmt zu. Bei Männern werden dabei hauptsächlich sekundäre Osteoporosen diagnostiziert, also eine andere Erkrankung oder deren Therapie ist Auslöser für die brüchigen Knochen. So steigt bei Prostatakrebspatienten auch das Osteoporose-Risiko. Der Präsident
des Berufsverbandes der Deutschen Urologen, Dr. Axel Schroeder, empfiehlt Männern jenseits der 50, ihr Osteoporose- Risiko beim Urologen abzuklären.
Vorbeugend gilt: viel Bewegung und eine kalziumreiche Ernährung.
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