22. Juni 2014

Party, Schreck und Freibier am deutschen Fan-Treff in Rio

Rio de Janeiro (dpa) - Mit Fahnen, Tröten und Girlanden in Schwarz- Rot-Gold haben Hunderte deutsche Fans an Rios Copacabana die deutsche Nationalmannschaft im zweiten WM-Gruppenspiel gegen Ghana angefeuert.

Am deutschen Fan-Treffpunkt «Tor!», der in der Verlängerung von Rios Copacabana am Strand von Leme liegt, versammelten sich am Samstag schätzungsweise weit mehr als 400 Fans meist in Nationaltrikots. Viele deutsche Anhänger waren auch beim offiziellen FIFA-Fanfest rund 600 Meter weiter an der Copacabana.

Das Spiel der DFB-Elf in Fortaleza, rund 2500 Kilometer nordöstlich vom Zuckerhut, gegen Ghana (2:2) sorgte zweimal für Angst und Schrecken und zweimal für ohrenbetäubenden Jubel. Wegen des großen Andrangs Fan-Treff im Vergleich zum Auftaktspiel gegen Portugal unter anderem mit einer Torwand und zusätzlichen Fernsehern erweitert. Nach jedem Treffer der deutschen Mannschaft forderten die Fans lautstark das Versprechen ein: «Freibier! Freibier! Freibier!»

«Die Stimmung ist fantastisch», freute sich der deutsche Generalkonsul Harald Klein, auf dessen Idee die «Tor!»-Bar zurückgeht. «Wenn das heute gut geht, dann ist Leme hier fest in deutscher Hand. Wir haben mal für drei Tore (mit Freibier) vorgesorgt», zeigte sich Klein vor Spielbeginn optimistisch. Es wurden dann letztlich zwei Freibier-Runden. Aber es geht ja am nächsten Donnerstag mit dem Spiel Deutschland-USA weiter.

Klein schätzte, dass etwa 2000 bis 3000 deutsche WM-Touristen während der WM permanent in Rio sind, denn viele hätten sich Rio als WM-Standort ausgesucht. Der Treff am Strand von Leme hat sich inzwischen rumgesprochen. Viele Brasilianer feierten mit den Deutschen. Einige kamen komplett in Schwarz-Rot-Gold, es waren Lederhosen und Dirndl zu sehen, viele hatten Hüte in den deutschen Nationalfarben auf und schwenkten Fahnen.

Unweit der Strandbar baute indes der Sandkünstler Mendingo in akribischer Feinarbeit das Maracanã-Stadion nach. «Ich tippe auf ein Endspiel Brasilien gegen Deutschland», sagte er voraus. «Und Deutschland wird gewinnen mit 2:1. Dann werde ich das Maracanã aus Sand in Schwarz-Rot-Gold anmalen», versprach er. Doch bis zum Finale am 13. Juli ist es noch ein weiter Weg. Es fehlen noch fünf Spiele.

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