24. März 2013

Politische Führung trifft sich in Nikosia

Nikosia (dpa) - Die politische Führung Zyperns wird sich an diesem Samstagabend (19.00) in Nikosia mit dem Staatspräsidenten Nikos Anastasiades treffen. Dies berichtete der staatliche Rundfunk der Insel.

Nikosia
Passanten spazieren durch die Straßen Nikosias: Zyperns Finanzminister Sarris sprach von "Fortschritten" in der Gesprächen. Foto: Katia Christodoulou
dpa

Im Mittelpunkt der Beratungen stehe der Fortgang der Gespräche, die Finanzminister Michalis Sarris führt. Analysten werteten dies als ein weiteres Zeichen, dass die Beratungen gut verlaufen. Zuvor hatte Sarris von «Fortschritten» gesprochen. Am Sonntag will in Brüssel die Eurogruppe über Zypern beraten.

«Eins nach dem anderen werden die Themen abgewickelt», sagte der stellvertretende Präsident der konservativen Regierungspartei Demokratische Gesamtbewegung (DISY), Averof Neofytou, Reportern in Nikosia. Im Mittelpunkt der Gespräche am Samstag stand auch die Zwangsabgabe auf Geldeinlagen des größten zyprischen Geldinstituts, der Cyprus Bank. Dort sollen die russischen Oligarchen Milliarden geparkt haben. Im Gespräch ist die Belastung von Spareinlagen über 100 000 Euro mit bis zu 25 Prozent. Im Falle einer Einigung müsste dies vom Parlament gebilligt werden, berichtete das Staatsradio.

Neofytou äußerte jedoch die Ansicht, dass die Zwangsabgabe gar nicht durchs Parlament müsste. Am Vortag hatte nämlich das zyprische Parlament mehrere Gesetze verabschiedet und unter anderem den Finanzminister und den Chef der Zentralbank damit beauftragt, alle nötigen Maßnahmen und Kapitalverkehrseinschränkungen zu treffen, die zum Schutz des Bankensystems der Inselrepublik notwendig sind.

In jedem Fall wurde mit einer Abstimmung über die Zwangsabgabe am Samstagabend nicht mehr gerechnet. Dies sagte der stellvertretende Parlamentsdirektor Sokratis Sokratous Reportern vor Ort.

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