19. April 2014

Putin kündigt nach Krim-Anschluss Prämien für Soldaten an

Moskau (dpa) - Nach dem international umstrittenen Anschluss der Schwarzmeerhalbinsel Krim an Russland hat Kremlchef Wladimir Putin den dort von Moskau eingesetzten Soldaten Staatsprämien versprochen.

Ihre Namen würden zwar nicht bekanntgegeben, aber ihre Arbeit werde honoriert, sagte Putin am Samstag dem russischen Staatsfernsehen.

Er hatte zuvor eingeräumt, dass das russische Militär den «freien Selbstverteidigungskräften» auf der Krim den Rücken gestärkt habe. Die Halbinsel ist seit mehr als 200 Jahren Sitz der russischen Schwarzmeerflotte mit maximal 25 000 Militärangehörigen.

Der Kremlchef hatte wiederholt das «professionelle und besonnene» Vorgehen der Streitkräfte gelobt, die die völkerrechtlich zur Ukraine gehörende Krim gegen internationalen Protest übernommen hatten. Das sei ohne Blutvergießen geschehen, hatte Putin betont.

Er wies in der TV-Sendung Vorwürfe des Westens zurück, dass die Menschen dort im März unter Zwang bei einem Referendum für einen Beitritt zu Russland gestimmt hätten. «Wenn wir ehrlich und objektiv sind, wird klar, dass es unmöglich ist, unter vorgehaltenen Mündungen von Maschinenpistolen die Leute aus ihren Wohnungen und Häusern zu treiben und dann zur Abstimmung an die Urnen zu zwingen - die Wahlbeteiligung lag aber bei 83 Prozent», sagte Putin.

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