21. Juni 2014

Report: Tor-Gigant Müller hält «Stirn hin»

Fortaleza (dpa) - Einladung zur Müller-Show, Teil zwei: Nach der Drei-Tore-Party gegen Cristiano Ronaldo & Co. ist der Goalgetter der Nation «voller Selbstvertrauen» für die weiteren WM-Auftritte.

Thomas Müller
Er war der Mann des Abends: 3 Tore schoss Thomas Müller im Spiel gegen Portugal. Foto: Andreas Gebert
dpa

«Aber das nächste Spiel geht von Null los und wir müssen schauen, dass wir ins Achtelfinale kommen. Auf etwas anderes konzentriere ich mich nicht», erklärte der 24-Jährige mit Blick auf das zweite WM-Gruppenspiel in Fortaleza gegen Ghana.

Ganz bei Null geht es für den Münchner Profi natürlich nicht los. Drei Treffer stehen beim WM-Torschützenkönig von 2010 in der aktuellen Torbilanz. Im bereits zweiten Turnierspiel der Niederländer schlossen Müllers Münchner Mannschaftskollegen Arjen Robben und Robin van Persie von Manchester United immerhin zum bayerischen Weltmeisterschafts-Spezialisten auf.

Acht Treffer und drei Assists in insgesamt sieben WM-Spielen - diese Quote ließ «Bomber» Gerd Müller nach dem Portugal-Spiel schon einmal prophezeien, dass sein Namensvetter den eigentlich für Miroslav Klose vorreservierten WM-Torrekord eines Tages knacken wird. Mit 15 Treffern liegt der Brasilianer Ronaldo in der ewigen WM-Torschützenliste vor Klose und Gerd Müller (beide 14).

Selbst wenn Thomas Müller («Natürlich will ich Tore schießen») in Brasilien ähnlich weiter trifft wie gegen Portugal, ist der Turnierrekord von Just Fontaine kaum erreichbar. Der Franzose hatte 1958 in Schweden 13 Treffer markiert. Die deutsche Turnier-Bestmarke hält, natürlich, der einst auch mit Trikotnummer 13 spielende Gerd Müller mit zehn Toren bei der WM 1970.

Thomas Müller bedeuten diese Rechenspiele allesamt derzeit nichts. Er ist in Brasilien, um «Weltmeister zu werden und nicht, um irgendwelche Rekorde zu schlagen», betonte er. Dass er als WM-Torschützenkönig dabei im Fokus steht, war ihm schon vor dem Turnierstart klar. «Es werden stets ein paar herausgepickt, auf denen die Hoffnungen ruhen. Die müssen zumindest anfangs die Stirn hinhalten», sagte der 24-Jährige.

Thomas Müller auf DFB-Homepage

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