21. August 2012

Russland warnt USA indirekt vor militärischem Alleingang

Moskau (dpa) - Nach der Drohung von Präsident Barack Obama mit einer Militäraktion in Syrien hat Russland die USA indirekt vor einem Alleingang gewarnt. Moskau lege viel Wert darauf, dass internationales Recht und die Charta der Vereinten Nationen nicht verletzt würden.

Lawrow
Der russische Außenminister Sergej Lawrow warnt davor, bei einer Militärintervention in Syrien die Vereinten Nationen zu übergehen. Foto: Markku Ojala
dpa

«Das ist der einzige wahre Weg in der heutigen Situation», sagte Außenminister Sergej Lawrow, wie die Agentur Itar-Tass berichtete. «Das ist überaus wichtig.» Die UN-Vetomacht Russland ist ein enger Partner des syrischen Regimes von Präsident Baschar al-Assad.

Bei einem Besuch einer syrischen Regierungsdelegation in Moskau stellte sich Russland erneut demonstrativ hinter die Führung in Damaskus. Die Regierung von Assad sei auf dem richtigen Weg, müsse aber mehr Anstrengungen für eine nationale Versöhnung unternehmen. Der Einsatz sei bislang «nicht ausreichend», sagte Lawrow der Agentur Interfax zufolge bei einem Treffen mit dem syrischen Vizeregierungschef Kadri Dschamil. «Fakt ist: Ein erheblicher Teil des Volkes ist unzufrieden mit der Situation, und deshalb ist die nationale Versöhnung Aufgabe Nummer Eins», sagte Lawrow.

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