01. März 2013

Schimmelpilz-Gift in serbischer Milch

Belgrad (dpa) - Pilz-Gift in Milch bewegt seit Tagen die Menschen in Serbien. In der Milch mehrerer Marken hat ein unabhängiges Labor vergangene Woche erhöhte Aflatoxin-Werte festgestellt.

Milchtropfen
Gering belastete Milch in kleinen Mengen ist nach Expertenansicht kurzfristig kein Risiko Foto: Martin Gerten
dpa

Sie stammen von einem Schimmelpilz, der Mais befällt. Der Pilz hatte sich im Sommer 2012 in Serbien verbreitet, wie der serbische Agrarexperte Vladimir Pekic der Nachrichtenagentur dpa am Freitag sagte.

Die Regierung ließ zunächst die betroffenen Milch-Marken aus den Supermarktregalen nehmen. Am Donnerstag erhöhte sie dann die erlaubte Aflatoxin-Menge pro Liter Milch um das Zehnfache - von 0,05 auf 0,5 Mikrogramm. «Diese Menge kann sich auf die Gesundheit von Menschen nicht negativ auswirken», versicherte Agrarminister Goran Knezevic. In vielen anderen Ländern gelte der gleiche Grenzwert. Experten warnten jedoch: In den meisten dieser Länder gebe es nicht wie in Serbien die Bedrohung durch den Getreide-Pilz.

Der Pilz, der das giftige Aflatoxin produziert, bevorzugt ein heißes und trockenes Klima. Er verbreitete sich in Serbien während einer Hitzewelle im vergangenen Sommer. Verseuchter Futtermais soll auch nach Deutschland geliefert worden sein.

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