04. Juni 2012

Spanischer Politiker: EU-Hilfsaktion könnte nötig sein

Madrid (dpa) - Erstmals hat ein führender Politiker der regierenden spanischen Konservativen offen die Möglichkeit einer finanziellen Rettungsaktion für sein Land angesprochen.

«Ein solches Szenario wäre ein Rückschlag, aber man darf es nicht ausschließen», sagte der außenpolitische Fraktionssprecher der Volkspartei (PP) im Madrider Parlament, José María Beneyto.

Eine Inanspruchnahme von Mitteln aus dem EU-Rettungsfonds wäre für das internationale Ansehen Spaniens «eine schlechte Nachricht», würde aber keine Apokalypse bedeuten, sagte der Politiker der Nachrichtenagentur EFE. «Portugal kommt relativ gut mit einer solchen Intervention zurecht, und auch mit Irland geht es voran.»

Wie der staatliche Rundfunk RNE am Montag berichtete, ging die Volkspartei von Ministerpräsident Mariano Rajoy auf Distanz zu dem Politiker. Beneyto habe nur seine private Meinung geäußert und nicht die Haltung der PP wiedergegeben, betonte die Parteiführung. Rajoy hatte am Wochenende erklärt, Spanien stehe nicht am Rande des Abgrunds und wolle die Finanzkrise aus eigener Kraft überwinden.

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