14. März 2014

Staranwalt Strate: Mildes Urteil legt Absprachen nahe

Hamburg (dpa) - Der bekannte Hamburger Strafverteidiger Gerhard Strate spricht nach der Verurteilung von Bayern Münchens Präsident Uli Hoeneß von einem milden Urteil und vermutet «informelle Absprachen».

Gerhard Strate
Der Hamburger Strafverteidiger Gerhard Strate. Foto: Malte Christians/Archiv
dpa

«Hoeneß kann sich über dieses Urteil freuen. In Bayern gibt es bei diesen Hinterziehungssummen in der Regel eine Freiheitsstrafe zwischen acht bis zehn Jahren», sagte Strate dem Hamburger Abendblatt.

Zum Verzicht Hoeneß' auf Revision sagte Strate: «Das ist für mich ein untrüglicher Hinweis auf informelle Absprachen.» So relaxt, wie sein Verteidiger agiert habe, als die Summe der hinterzogenen Steuern von 3,5 Millionen Euro auf 27 Millionen Euro korrigiert wurde, könne man sich eigentlich nur verhalten, wenn man «den Sturm schon hinter sich und sein Schiff bereits in den Hafen gesteuert hat».

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