22. August 2012

Stichwort: Erweiterter Suizid

München (dpa) - Unter einem erweiterten Suizid verstehen Juristen und Psychologen, dass der Täter sich selbst und ihm nahestehende Menschen tötet - anders als beim Doppelselbstmord ohne deren Einverständnis. Oftmals wird durch den Täter die eigene Familie ganz ausgelöscht.

Misslingt es dem Täter, sich selbst umzubringen, oder kann er sich gar nicht erst dazu überwinden, ist eine Verurteilung wegen Mordes oder Totschlags wahrscheinlich. Forschungsergebnisse belegen, dass Männer häufiger als Frauen zu solchen Tätern werden.

Die Terminologie des erweiterten Selbstmordes oder erweiterten Suizids wird von einigen Experten als verharmlosend kritisiert. Sie betonen, dass es sich meistens um Mord oder Totschlag mit anschließender Selbsttötung des Täters handle und dies in dem Begriff nicht deutlich zum Ausdruck komme.

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