15. August 2013

USA rufen ihre Bürger zum Verlassen Ägyptens auf

Washington (dpa) - Nach den blutigen Unruhen in Ägypten haben die USA ihre Bürger zum Verlassen des Landes aufgerufen. Alle dort lebenden Amerikaner seien angehalten, aus dem nordafrikanischen Staat auszureisen, teilte das Außenministerium in Washington am Donnerstag mit.

Grund seien die politischen und sozialen Unruhen in dem Land. Die US-Botschaft bleibe aber vorerst geöffnet. US-Bürger seien dringend dazu aufgerufen, Demonstrationen in Ägypten zu meiden. Selbst friedliche Proteste könnten sich schnell in gewalttätige Zusammenstöße verwandeln.

Den Anweisungen vor Ort sei unbedingt Folge zu leisten, hieß es. Außerdem sollten Reisende sich ausweisen können, ein Handy bei sich tragen und sich in örtlichen Medien über die Sicherheitslage zu informieren. Die Unruhen hatten seit Mittwoch Hunderte Tote gefordert.

Große Sorgen bereitet nach Ansicht des US-Außenamts die geschlechtsbezogene Gewalt, die auch Ausländer treffen kann. Frauen seien im Umfeld der Proteste mehrfach Ziel sexueller Übergriffe geworden.

Obwohl die schwersten Zusammenstöße aus Metropolregionen wie Kairo, Alexandria und Port Said gemeldet wurden, habe es zuletzt auch aus anderen Regionen Berichte über bewaffnete Angriffe gegeben, teilte das US-Außenamt mit.

Die US-Botschaft liegt unweit des Tahrir-Platzes in Kairo, weshalb die Vertretung wegen der Unruhen möglicherweise vorübergehend geschlossen werden könne. US-Bürger würden darüber aber so schnell wie möglich informiert. Bis auf einige Ausnahmen hatte das US-Außenministerium bereits Anfang Juli seine Mitarbeiter und deren Familienangehörige dazu aufgefordert, Ägypten zu verlassen.

Reisewarnung des US-Außenministeriums

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