03. Mai 2012

Ukraine verurteilt «Politisierung von Sportereignissen»

Brüssel/Kiew (dpa) - Die Ukraine verurteilt einen politischen Boykott der Fußball-Europameisterschaft in ihrem Land. «Das Außenministerium hält die Versuche einer Politisierung von Sportereignissen für destruktiv», teilte das Ministerium in Kiew mit.

Sportveranstaltungen dienten seit Urzeiten der zwischenstaatlichen Verständigung. «Aufrufe zu einem Boykott der Meisterschaft würden den Beziehungen einen Schaden zufügen», heißt es weiter in dem Schreiben.

Die EU-Kommission hatte am Donnerstag angekündigt, dass Kommissionspräsident José Manuel Barroso und die anderen 26 Mitglieder der Kommission nicht zu Spielen der Fußball-Europameisterschaft in die Ukraine reisen werden. Damit gerät die Ukraine wegen ihres Umgangs mit der inhaftierten Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko stärker unter Druck. Timoschenko verbüßt nach einem Strafprozess, der von Kritikern als Rachejustiz gewertet wird, eine siebenjährige Gefängnisstrafe. Sie leidet angeblich unter einem chronischen Bandscheibenvorfall.

EU und Ukraine

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