03. Oktober 2012

Umfrage: Sächsisch ist der unbeliebteste Dialekt

Berlin (dpa) - So ganz ist die Deutsche Einheit noch nicht vollzogen - zumindest sprachlich. Bayerisch mögen die einen, Berlinerisch die anderen. Auf dem letzten Platz der Dialekte-Hitliste landet Sächsisch.

Mann steht vor Schnäppchenmarkt
Sächsisch hört man in Deutschland nicht sehr gerne. Foto: R. Hirschberger/Archiv
dpa

Nur 8 Prozent aller Deutschen bezeichnen die ostdeutsche Mundart als ihren Lieblings-Dialekt, wie das Meinungsforschungsinstituts YouGov in einer Umfrage zum Tag der Deutschen Einheit an diesem Mittwoch (3.10.) ermittelte. Vorletzter und vorvorletzter auf der Hitliste der «sympathischsten Dialekte» wurden Berlinerisch (11 Prozent) und Kölsch (13 Prozent).

Mit den Dialekten im hohen Norden und im tiefen Süden können sich die Deutschen dagegen am meisten anfreunden: Bayerisch mögen 27 Prozent der Befragten am liebsten, gefolgt von Spitzenreiter Norddeutsch. Die Mundart, wie sie zum Beispiel Hamburger sprechen, ist der Liebling von 29 Prozent der Deutschen.

Ein etwas anderes Bild bietet sich, unterscheidet man zwischen Ost- und Westdeutschen. Ganz erwartbar stehen im Osten Deutschlands Sächsisch und Berlinerisch hoch im Kurs, im Westen sind es dagegen Bayerisch und Kölsch. Den Geschmack aller Deutschen vereint jedoch ein Dialekt: Norddeutsch. 29 Prozent sowohl der West- als auch der Ostdeutschen lauschen am liebsten der Mundart aus dem Norden.

YouGov befragte 1048 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger in der Zeit vom 21. bis 24. September.

Weitere Artikel aus diesem Ressort
Anzeige
UMFRAGE
Regierungskoalition

In dieser Woche starten in Berlin die Gespräche über eine schwarz-gelb-grüne Regierungskoalition. Werden CDU, CSU, FDP und Grüne ein Jamaika-Bündnis hinbekommen?

Die schönsten Seiten des Kreises
Zeitschriftenvorteil