20. Februar 2018

Von Neckarlandschaften und einer Gartenschau

Bei den heutigen Neckar Open im Naturinfozentrum werden wieder drei Themen vorgestellt – Anfahrt mit dem Bus ist möglich

Das ehemalige Hafen- und Industriegebiet verändert sich zur Gartenlandschaft: So soll die Uferlandschaft in Heilbronn bald schon aussehen.  Grafik: privat

Das ehemalige Hafen- und Industriegebiet verändert sich zur Gartenlandschaft: So soll die Uferlandschaft in Heilbronn bald schon aussehen.  Grafik: privat

Am heutigen Dienstag ist es wieder soweit: In der Reihe Neckar Open werden um 19 Uhr drei Neckar-Themen im Naturinfozentrum Casa Mellifera vorgestellt. Zu Gast sind dieses Mal die Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling, der Chefplaner der Bundesgartenschau 2019 in Heilbronn, Oliver Toellner, und Kurt Schaible aus Freiberg, als Zeitzeuge des Neckarhochwassers 1978.
Bis sich die Natur entfalten kann, kann es manchmal viele Jahre dauern. Besonders am Neckar, wenn die Natur aus einem engen Korsett aus Beton befreit werden muss. Die Ludwigsburger wissen das. Denn die Diskussionen und Planungen der Öko-Flächen in den Zugwiesen und in den Uferwiesen haben weitaus längere Zeit gedauert als die reine Bauzeit. Welche Faktoren muss eine solche Planung berücksichtigen? Einerseits soll der Neckar schiffbar bleiben und als Wirtschaftsader funktionieren, andererseits sollen sich ökologische Nischen bilden und den Menschen zur Naherholung dienen.
Mit Nicola Schelling, Direktorin des Verbands Region Stuttgart und Oliver Toellner von der Bundesgartenschau in Heilbronn, sind diesmal zwei Referenten zu Gast, die zu Planungen am Neckar Rede und Antwort stehen. Schelling spricht über den Landschaftspark Neckar, Toellner über die Planungen in Heilbronn für die Gartenschau 2019.
Der Fluss steht dabei im Mittelpunkt. Toellner, Leitung Planung und Ausstellungskonzeption bei der BUGA 2019 GmbH, berichtet, wie der Fluss ohne Barrieren erlebbar wird. Terrassierte Rasenflächen mit hohen Baumsolitären und eine großzügige Uferpromenade ermöglichen einen Zugang zum Fluss, der bislang an dieser Stelle kaum zugänglich war.
Kurt Schaible aus Freiberg hat das Neckarhochwasser vor 40 Jahren hautnah miterlebt und erzählt dazu seine Neckar-Story. Tag und Nacht war Schaible damals mit den Feuerwehrleuten im Einsatz. Mit begrenzten technischen Möglichkeiten versuchte man, Wohnhäuser und Fabriken vor den Fluten zu schützen. Musikalisch begleitet werden die Redebeiträge vom Ludwigsburger Gitarristen Volker Luft. (red)

Info: Anfahrt mit ÖPNV zur Haltestelle Neckarbrücke (Fußgängerunterführung der Marbacher Straße nutzen) mit den Linien 429, 430, 421 und 443 oder zur Haltestelle Heilbad mit der Linie 427.

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