15. Mai 2012

Von Pillen und schleichender Abhängigkeit

Auch Medikamente können seelische und körperliche Störungen verursachen

Viele Leute geben Geld für Pillen aus, die sie gar nicht brauchen. Aber eigentlich brauchen sie die Pillen schon, denn sie sind abhängig. Selbst schon bei Partys werden Pillen vertilgt und eingenommen, obwohl man gesund ist. Auch bei Depressionen, Stress und auch aus Langeweile greift man zur Pille. Apotheken sagen: Es gibt gefährliche und weniger gefährliche Pillen. Die weniger gefährlichen Pillen sind die, die man ohne Rezept
des Arztes in der Apotheke bekommt. Die gefährlichen sind die, die man nur mit Rezept des Arztes in der Apotheke bekommen kann. Aber eigentlich läuft alles auf das Gleiche raus, Rezept hin oder her. Pille bleibt Pille und Tablette bleibt Tablette und viele sind gefährlich. Natürlich kommt es auch auf die Menge an. Es gibt die, die sich ab und zu etwas einschmeißen, und es gibt die richtigen Junkies. Schlimme Tabletten sind Ecstasy, bedenklich ist auch Antihistamin. Infos gibt auch die Psychosoziale Beratungs- und ambulante Behandlungsstelle für Suchtgefährdete und Suchtkranke, Mömpelgardstraße 4, 71640 Ludwigsburg, Telefon 0 71 41/92 40 61.

Text: Tobias, Patrick


Medikamente sind synthetische oder natürliche Stoffe, damit können die Sinne beeinflusst werden, so dass eine Sucht entsteht. Diese Abhängigkeit kann zu seelischen oder körperlichen Störungen führen. Das erste Anzeichen der Sucht ist die Herabsetzung der Wirkung und die folgende Dosissteigerung. Die Medikamentenabhängigkeit bleibt in der Regel lange ohne Behandlung.

Text: Kristina

Je nach Rauschgift kann unter Umständen schon nach kurzer Von Pillen und schleichender Abhängigkeit Zeit eine Abhängigkeit entstehen. Dabei wird zwischen psychischer und physischer (körperlicher) Abhängigkeit unterschieden. Psychische Abhängigkeit bedeutet, dass man nur noch mit Hilfe der Droge ein inneres Gleichgewicht herstellen kann. Wer die Wirkung eingelernt hat und als angenehm empfunden hat, neigt leicht dazu, diese Erfahrungen zu wiederholen. Schließlich kommt man ohne die anregende oder dämpfende Wirkung solcher Stoffe nicht mehr aus, es entsteht der Zwang, immer wieder danach zu greifen. Physische Abhängigkeit bedeutet, dass die Droge in den Stoffwechsel des Organismus einbezogen ist und dass sich der Körper an diese Mittel gewöhnt hat. Abhängigkeit kann sich auch in dem ganz normal scheinenden Alltag eines ganz normalen Menschen einschleichen: Morgens erst mal einen Kaffee und eine Zigarette zum Aufwachen, dasselbe Ritual dann während der Arbeit, an der Universität, an der Schule – wo auch immer. Nach dem Mittagessen noch einen weiteren Kaffee, plus Zigarette zur Verdauung. Vielleicht noch ein Schnäpschen, das Essen war ja so fettig. Vor der schwierigen Prüfung eine Beruhigungstablette, eine Tablette gegen die fiesen Kopfschmerzen von der Arbeit am Computer oder gegen die Magenbeschwerden von dem vielen Kaffee, dem miesen Essen sowie dem ständigen Stress und Ärger. Abends dann ein, zwei, drei oder mehr Feierabendbierchen oder -weinchen zur Entspannung, zum Abschalten, zum Vergessen. Und zum Einschlafen noch eine Schlaftablette hinterher, denn morgen ist ja wieder ein langer Tag . . .

Text: Marvin, Marco

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