Ludwigsburg | 11. Juli 2018

Was bei Sucht helfen kann

Ein Fachgespräch bringt wichtige Akteure der Jugendhilfe an einen Tisch – vom Richter bis zur Beratungsstelle

Das dritte Fachgespräch über „Ambulante Maßnahmen nach dem Jugendgerichtsgesetz“ fand in der DRK-Kreisgeschäftsstelle statt. Die Initiatoren der Veranstaltung waren die Jugendhilfe im Strafverfahren des Landkreises Ludwigsburg und der DRK-Kreisverband. Wie bereits 2014 und 2016 ist es gelungen, den überwiegenden Teil der lokalen Akteure und Fachleute aus dem Bereich der Jugenddelinquenz zum fachlichen Austausch einzuladen.

Für die insgesamt 55 Teilnehmer aus der Jugendhilfe, der Bewährungshilfe, der Jugendrichterschaft, der Polizei, der Staatsanwaltschaft und den Fach- und Beratungsstellen standen die speziellen Angebote der Drogen- und Suchtberatung sowie die Abstinenzkontrolle von Betäubungsmittelkonsumenten im Zentrum der fachlichen Auseinandersetzung.

Die Jugend- und Drogenberatung von Caritas und Diakonie im Landkreis Ludwigsburg, bekannt unter dem Namen Chillout, stellte die verschiedenen Formen ihrer ambulanten Gruppen- und Einzelangebote vor. Auch die Mitarbeitenden des Toxilab Ludwigsburg legten die wesentlichen Aspekte ihres Drogenkontroll- und Abstinenzprogramms dar. Beide Institutionen stellten sehr praxisnah und differenziert die Möglichkeiten, Methoden, Rahmenbedingungen und auch Unterschiede ihrer Arbeit vor. Der kommunale Suchtbeauftragte des Landkreises, Gerald Bauer, gab weitere fachliche Impulse zum Thema Drogenkonsum und Sucht.

Ein wichtiges Ergebnis des Fachgesprächs war, dass Justiz, Jugendhilfe und andere beteiligte Stellen geeignete Angebote für junge Menschen, die Betäubungsmittel konsumieren, kennengelernt haben und diese nun passgenauer vermitteln können. Fundiertes Fachwissen ist eine entscheidende Voraussetzung dafür, junge Menschen besser unterstützen zu können.

Ein weiterer Erfolg der Fachveranstaltung war die Vernetzung verschiedener Akteure und Institutionen, die direkt, oder indirekt an Jugendstrafverfahren beteiligt sind. Eine lokale Austauschmöglichkeit dieser vielfältigen Professionen verbessert die Zusammenarbeit und soll positive Effekte entfalten. (red)

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