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Ab 15. Januar Impfzentren im Kreis

Die Landesregierung plant, zentrale Impfzentren bis zum 15. Dezember einzurichten, in jedem Regierungsbezirk eines. Für die Region Stuttgart ist die Landeshauptstadt vorgesehen. Ab 15. Januar soll es auch in jedem Landkreis ein bis zwei Impfzentren geben. Im Gespräch sind Ludwigsburg und Marbach.

Das Deutsche Rote Kreuz probte den Ablauf einer Corona-Impfung am Wochenende in Ulm. Foto: Stefan Puchner / dpa
Das Deutsche Rote Kreuz probte den Ablauf einer Corona-Impfung am Wochenende in Ulm. Foto: Stefan Puchner / dpa

Kreis Ludwigsburg. Das Sozialministerium erwartet, dass bereits im Dezember erste Lieferungen des Impfstoffs der Mainzer Firma Biontech gegen das Coronavirus zur Verfügung stehen. Deshalb ist geplant, bis zum 15. Dezember zentrale Impfzentren sowie erste an diese Zentren angegliederte Mobile Impfteams einzurichten. Diese werden voraussichtlich bis Ende April 2021 betrieben. Im Anschluss an diese erste Phase sollen in jedem Stadt- und Landkreis Kreis-Impfzentren etabliert werden. Diese sollen gemeinsam mit weiteren mobilen Teams möglichst ab dem 15. Januar 2021 starten und bis Ende Juni des kommenden Jahres arbeiten. Im zweiten Halbjahr sollen die Hausärzte die Impfungen übernehmen.

Das Sozialministerium übernimmt die Koordination der ersten Phase. Insgesamt sind neun zentrale Impfzentren geplant, davon vier in unmittelbarer Nähe zu den Universitätskliniken. Auch Stuttgart wird voraussichtlich ein Impfzentrum erhalten und für die Region Stuttgart und damit für den Kreis Ludwigsburg zuständig sein. Dort wird dann von 7 bis 21 Uhr geimpft.

Im zweiten Schritt ist die Errichtung von 50 weiteren Impfzentren geplant. Bei der Auswahl der Standorte spielen zentrale Lage und Erreichbarkeit, etwa durch den ÖPNV und vorhandene Parkplätze eine zentrale Rolle. Pro Kreis soll es ein- bis zwei Impfzentren geben. Das Sozialministerium hat die Städte und Gemeinden direkt aufgefordert, geeignete Standorte zu benennen. Die Landkreisverwaltung wird allerdings die Auswahl der Standorte begleiten und sich mit den Kommunen abstimmen.

Im Gespräch sind vor allem Ludwigsburg und Marbach. In Ludwigsburg ist nach Informationen unserer Redaktion vor allem die Reithalle im Fokus, da sie über die entsprechende Größe verfügt. Die MHP-Arena und auch die Egetrans-Arena in Bietigheim-Bissingen kommen wohl nicht in Frage. Auch das ehemalige Krankenhaus in Marbach dürfte als möglicher Standort im Rennen sein. Hier hatte man schon in der ersten Phase der Pandemie Covid19-Patienten aus Alten- und Pflegeheimen zentral behandelt. Die endgültige Auswahl trifft das Sozialministerium bis Ende Dezember.

Die Impfungen sollen voraussichtlich die niedergelassenen Ärzte übernehmen, mit denen in dieser Woche vorbereitende Gespräche geplant sind. Schon jetzt führen die Teams um den Ludwigsburger Arzt Dr. Roland Kolepke die Abstriche für die Coronatests durch. Dafür werden bis zu 14 Ärzte benötigt. Rund 60 Impfungen pro Stunde könnten durchgeführt werden. Außerdem sollen mindestens zwei mobile Impfteams pro Kreis unterwegs sein. Da zunächst Risikogruppen, aber vor allem Mitarbeiter des Gesundheitswesens geimpft werden sollen, kann dies nach Auffassung des Sozialministeriums zum Teil auch in den Krankenhäusern stattfinden.

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