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Abschlussfeiern sind in Planung

Corona hat den Alltag in den Schulen grundlegend verändert. Doch wie läuft der Unterricht unter Pandemiebedingungen? In unserer Serie „Schule in Corona-Zeiten“ berichten wir in regelmäßigen Abständen, wie die Oscar-Paret-Schule (OPS) in Freiberg mit der „neuen Normalität“ umgeht. Weil die Inzidenzen rückläufig sind, erlauben die Coronaverordnungen sogar wieder Abschlussfeiern. Die Vorbereitungen dafür laufen.

Freude über den Schulabschluss. Die niedrigen Inzidenzen lassen es zu, dass eine Zeugnisübergabe stattfinden kann.
Freude über den Schulabschluss. Die niedrigen Inzidenzen lassen es zu, dass eine Zeugnisübergabe stattfinden kann.

Freiberg. „Wir haben so viel durchgemacht und uns den Abiball einfach verdient“, sagte Abiturientin Vanessa Micik Anfang Mai und hatte große Bedenken, dass die Feier in diesem Jahr wegen der Coronapandemie ausfallen muss. Mittlerweile zeichnet sich allerdings ab, dass in einem reduzierten Rahmen doch noch eine zeremonielle Zeugnisübergabe stattfinden kann. Und dies nicht nur für die Abiturienten, sondern auch für die Absolventen von Realschule und Gemeinschaftsschule.

„Wir haben den Zeitraum zwischen dem 21. und 24. Juli für die Feierlichkeiten aller drei Schularten angepeilt und sind derzeit noch im frühen Planungsstadium“, sagt Schulleiter René Coels. Nach den Pfingstferien habe er sich gemeinsam mit einigen Schülern – darunter Vanessa Micik – mit den Coronaverordnungen auseinandergesetzt. Demnach gebe es eine Perspektive für Abschlussfeiern. Dabei komme allerdings die Variante im Freien mit bis zu 500 Personen nicht in Betracht, weil die Schule nicht über eine dafür nötige Beschallungsanlage verfügt. „Die Kosten dafür würden das verfügbare Budget übersteigen“, bedauert der Schulleiter. Deshalb habe er bereits, wie in den Jahren zuvor, das Prisma reserviert.

Doch hier sind die Kapazitäten begrenzt. Bei Einhaltung der erforderlichen Mindestabstände dürfen insgesamt 250 Personen in das Freiberger Veranstaltungshaus. Mit knapper Not passen die 76 Abiturienten samt ihren Eltern in den großen Saal. Das ergibt 228 Personen. Folglich dürfen noch 22 Lehrkräfte mit ins Prisma, um die Veranstaltung laut Coels vom Foyer aus zu verfolgen. Das Problem: Die Schüler wünschen sich, dass alle Lehrkräfte, die sie in den vergangenen Jahren bei der Vorbereitung aufs Abitur begleitet haben, der Feier beiwohnen dürfen. Das wären insgesamt 38 Personen – 16 zu viel. „Da suchen wir noch nach Lösungen“, sagt Coels, wobei verschiedene Szenarien denkbar seien. So könnte beispielsweise eine Hälfte der Lehrkräfte den ersten Teil und die andere Hälfte den zweiten Teil der Veranstaltung besuchen. Auch die Nutzung der Bühne könne in die Überlegungen miteinbezogen werden. Zudem sei es möglich, einen Teil der Lehrerschaft virtuell an der Abschlussfeier teilnehmen zu lassen. „Wir überlegen verschiedene Dinge und werden bestimmt zu einer Lösung kommen“, gibt sich Coels zuversichtlich. Schließlich sei es das oberste Ziel, für alle drei Schularten der OPS eine würdige Veranstaltung hinzubekommen.

Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren sei es nötig, die Abschlussfeiern zeitlich zu begrenzen, zumal kein Essen angeboten werden darf. So wird sie beispielsweise bei den Abiturienten nicht wie üblich sechs bis sieben Stunden dauern. „Wir müssen das in drei bis vier Stunden hinbekommen und werden nur Getränke bereitstellen“, sagt Coels.

Unterdessen beschäftigen sich die Abiturienten mit dem Programm und müssen überlegen, was auf der Bühne stattfinden kann und was virtuell möglich ist. Derzeit wird von einem Mix aus beidem ausgegangen. Doch weil das Programm noch nicht steht und daher auch die Dauer der Veranstaltung noch nicht abzuschätzen ist, wurde auch noch keine Uhrzeit für die Abschlussfeier der Abiturienten festgelegt.

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